Wer ich bin
Ich bin in einem familiengeführten Hotel-und Gastronomiebetrieb in den italienischen Alpen aufgewachsen. Wie in Familienunternehmen häufig der Fall, war das nicht immer einfach. An intensiven Tagen leitete ich bereits mit 16 Jahren ein kleines Service-Team und war für rund hundert Gäste verantwortlich. Dabei lernte ich, den Überblick zu behalten und ruhig zu bleiben, wenn vieles gleichzeitig geschieht. Diese Erfahrungen prägen mich bis heute.
Während meiner Schulzeit verbrachte ich im Rahmen eines Schüleraustauschs ein Jahr in den USA. Anschließend studierte ich Jura in Italien und Deutschland und erwarb einen Doppelabschluss. Parallel dazu war ich Teil eines interdisziplinären Exzellenzprogramms an der Universität Turin, der Scuola di Studi Superiori di Torino. Dort befasste ich mich unter anderem mit Bioethik, komplexen Systemen sowie den gesellschaftlichen und politischen Dimensionen von Migration und Krieg. Seit acht Jahren lebe ich in Deutschland, seit fünf Jahren in Hannover, gemeinsam mit meinem deutschen Lebensgefährten.
Mich prägen Neugier, Tiefe und die Freude am Perspektivwechsel. Ich bewege mich gerne zwischen Welten: Struktur und Intuition, Denken und Fühlen, verschiedene Disziplinen, Sprachen und kulturelle Räume.
Seit fast fünf Jahren arbeite ich freiberuflich als Juristin und Projektmanagerin für eine international agierende Wirtschaftskanzlei sowie für eine Allianz internationaler Kanzleien. Ich kenne anspruchsvolle, leistungsorientierte Umfelder und weiß, wie fördernd, aber auch wie fordernd sie sein können. Ich weiß auch, wie es ist, in anspruchsvollen Phasen innezuhalten und sich neu zu orientieren. Diese Erfahrung hat meine Perspektive erweitert. Heute habe ich noch einen Fuß in der juristischen Welt, doch mein Herz schlägt für die Begleitung von Menschen.
Kreativität ist auch außerhalb meiner Arbeit ein wichtiger Teil von mir. Ich reise gerne, bin in der Natur unterwegs, philosophiere über kleine und große Fragen des Lebens und verliere mich regelmäßig in eines meiner vielen, meist halbfertigen Bastelprojekte. Außerdem sammle ich Fachbücher zu den unterschiedlichsten Themen, in der festen Überzeugung, dass ich sie irgendwann alle lesen werde.
Vielleicht ist genau das mein Zuhause: die Brücke zwischen Welten, Perspektiven und Möglichkeiten.
Man sagt, der Flügelschlag einer Schmetterling könne die Welt verändern. Ich bin kein Coach für Schubladen. Ich bin selbst ein Schmetterling mit zwei Flügel: Struktur und Intuition, Analyse und Empathie.
Das ermöglich mir, Brücken zu bauen und neue Räume zu öffnen.
Sara Nesler